Viele der Mitglieder von Bürger für Nuthetal (BFN) kennt Dr. Stefan Schneider aus mehreren Jahren seiner ehrenamtlichen Beiratstätigkeit. Fachkundig unterstützte er insbesondere den Ortsentwicklungsausschuss. Im Interview spricht er mit der Sprecherin von BFN, Dr. Elvira Schmidt, über seinen persönlichen und beruflichen Hintergrund und seine Ziele.
Frage: Stefan, seit wann wohnst Du in Nuthetal?
Ich wohne mit meiner Familie seit 2008 in unserer Gemeinde, genauer im Ortsteil Bergholz-Rehbrücke. Unsere beiden Kinder sind

Dr. Stefan Schneider
inzwischen fast erwachsen und haben hier die Kita und die Grundschule besucht.
Was gefällt Dir an unserer Gemeinde?
Ich bin begeistert von der Vielfalt, die unsere Gemeinde bietet. So überzeugen mich z.B. die Möglichkeiten, selbst Sport zu treiben. Der Nuthetal-Crosslauf war legendär. Der Lauf über den Saarmunder Rennsteig knüpfte an diese Tradition an. Man kann auf der Nuthe Kanu fahren und gleich in zwei Vereinen Fußball spielen. Am Wochenende fiebere ich am Spielfeldrand bei den Spielen der SG Saarmund mit, sehr viel früher bei den Mini-Kickern, heute bei den Herren. Dass sich die Bürger für Nuthetal für den neuen Bolzplatz in Rehbrücke starkgemacht haben, passt da sehr gut.
Aber auch die vielen anderen Angebote, z. B. im MGH, sind etwas

Wanderweg in Saarmund
Besonderes – nicht zuletzt, weil sie alle Generationen einbeziehen. Nuthetal ist außerdem Tor zur Landeshauptstadt und nach Berlin, zugleich Brücke in dieBrandenburger Natur. Ich würde gern dazu beitragen, diese Möglichkeiten zu erhalten, an den richtigen Stellen auszubauen oder ggf. besser zur Geltung zu bringen.
Welche beruflichen Voraussetzungen bringst Du für einen möglichen künftigen Bürgermeister mit? Kennst Du Dich mit dem kommunalen Haushalt aus?
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit kommunalen Finanzen und berate Städte und Gemeinden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Neben der Lösung konkreter Probleme geht es dabei immer auch um den Blick auf das Große und Ganze. Es ist noch nicht lange her, da habe ich mit einem Team sehr genau auf die Kinderbetreuung im Land Brandenburg geschaut. Es ging dabei insbesondere um die damit verbundenen Kosten und die Frage, welche finanzielle Unterstützung die Träger zukünftig benötigen werden. Das betrifft auch unsere Gemeinde. Zusammen mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin habe ich einen Strategieprozess organisiert, um mit den Bezirken und vielen weiteren Akteuren eine gemeinsame Idee zur Entwicklung der Sporthallen, Sportplätze und sonstigen Sportanlagen zu erarbeiten. Auch dabei ging es um eine Menge Geld. Generell ist die kommunale Infrastruktur ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit. Dazu gehören auch Straßen, Radwege und Brücken – derzeit ein ganz großes Thema für viele Städte und Gemeinden.